(Bericht aus der LKZ vom 20.02.2017)

Turnverein mit neuem Ehrenvorsitzenden

Roger Bladek führt künftig den TV Möglingen an, den mit Abstand größten Verein der Gemeinde. Er folgt auf Roland Riedel, der sich mehr als 40 Jahre lang für den TVM engagiert hat – und jetzt Ehrenvorsitzender ist.

Führungswechsel beim TV Möglingen: Roland Riedel (rechts) hört auf, sein Nachfolger an der Spitze des rund 1900 Mitglieder großen Sportvereins wird Roger Bladek. Fotos: Karin Rebstock, Holm Wolschendorf
Führungswechsel beim TV Möglingen: Roland Riedel (rechts) hört auf, sein Nachfolger an der Spitze des rund 1900 Mitglieder großen Sportvereins wird Roger Bladek.
Fotos: Karin Rebstock, Holm Wolschendorf
 
 

Stehend applaudieren die Mitglieder des TV Möglingen am Freitagabend Roland Riedel, nachdem sie ihn einstimmig zu ihrem Ehrenvorsitzenden gewählt haben. Es war die erste Amtshandlung des neuen TV-Chefs Roger Bladek, der auf der Mitgliederversammlung zu Riedels Nachfolger bestimmt worden war.

Für den TV Möglingen bedeutet der Wechsel an der Spitze das Ende einer Ära. „Die jüngeren unserer 1900 Mitglieder kennen ihren Verein gar nicht anders als mit Roland Riedel als Vorsitzenden“, sagte die Handball-Abteilungsleiterin Stephanie Wrana. Tatsächlich war der scheidende Chef mehr als 40 Jahre für den TV tätig, darunter 16 Jahre an der Spitze.

Vom Fußball-Abteilungsleiter Armin Rau gab es ein Trikot als Geschenk, damit sich Riedel auch künftig jederzeit zugehörig fühlen könne und, falls ihm danach sei, sich in irgendeiner Form wieder aktiv einzubringen. Lange Zeit führte Riedel schließlich auch die Fußballabteilung in Möglingen an.

Der Geehrte und Beschenkte gab sich in seinem letzten Rückblick als Vorsitzender geschäftsmäßig. Eine Bilanz über seine Vorstandstätigkeit wolle er nicht ziehen. „Viele Abläufe und Aufgaben haben sich von selbst gestellt und mussten einfach erledigt werden“, sagte Riedel im TV-Heim. Dies gelte ebenso für das 100-Jahr-Jubiläum, das der Verein 2005 gefeiert hat, wie für die beiden Gau-Kinderturnfeste, die unter seiner Führung ausgerichtet wurden, sowie diverse Bauprojekte am TV-Heim.

In anderer Hinsicht nahm er indes kein Blatt vor den Mund, sondern sprach die Dinge direkt an. So beispielsweise „die Ungleichbehandlung des TV im Vergleich zur Volkshochschule“. Diese bestehe darin, dass der Verein für die für Gymnastik und Reha-Angebote genutzten Räume bezahlen müsse, während die VHS sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekomme. „Es geht uns nicht um die Kosten, sondern um die Gleichbehandlung“, sagte er, gleichwohl die Adressatin, die Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer, erst später zur TV-Versammlung dazu stieß.

Da man beabsichtige, in den Reha-Sport verstärkt einzusteigen, sei man gespannt, wie sich die Gemeinde bei fehlendem Raumangebot entscheide. Zudem sehe er „die Verdichtung im Sport und Schulbereich“ als problematisch an. „Besonders dann, wenn die Sportanlagen unkontrolliert zur Benutzung frei sind.“

Des Weiteren unterstrich er die Bedeutung, die dem TVM in Sachen Integration zukommt. „Möglingen hat einen sehr aktiven Arbeitskreis Asyl, wir als Sportverein sind dabei ein wichtiger Partner.“ Derzeit nehmen elf Flüchtlinge an Sportangeboten im TVM teil, wie Susanne Häcker, die Leiterin der Geschäftsstelle, berichtete – und zwar im Fußball, Handball und Karate. Darüber hinaus gab Riedel seinem Nachfolger Bladek ein Anliegen mit auf den Weg: „Das Ziel, jüngere Mitglieder in die Verantwortung zu nehmen und im Ausschuss zu integrieren, darf nicht vernachlässigt werden.“

Die mehr als 40-jährige Vereinstätigkeit in verschiedenen Ämtern sei so von ihm nie geplant gewesen, sagte Riedel. Trotzdem sei diese mehr als nur eine Aufgabe gewesen. „Ich habe es gern gemacht – egal in welcher Position. Aber irgendwann ist Schluss.“ Und wenn seine Vorliebe nach Turnen und Handball dem Fußball galt, so hoffe er doch, dass es ihm immer gelungen sei, „den Verein als Ganzes zu sehen“. Dabei sei er mit der Gemeinde nicht immer einer Meinung gewesen. Dennoch bitte er, dass die Interessen des TV weiterhin Gehör finden, so Riedel an die inzwischen eingetroffene Bürgermeisterin.

Riedels Nachfolger Roger Bladek ist seit dem Jahr 2004 an seiner Seite, zudem aktiv im Handball und in der Geschäftsstelle. Bladek ist seit 30 Jahren Mitglied und mit einer Frau verheiratet, die in der Turnabteilung vernetzt ist. „Er verfügt über alle notwendigen Voraussetzungen“, sagte Riedel. Der Meinung schlossen sich die Mitglieder an und wählten Bladek einstimmig zu Riedels Nachfolger.

Luitgard Schaber /LKZ

 

 

 

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